Bei Banken und Unternehmen, Investoren und Kapitalgebern wächst das Bewusstsein für die strategische Bedeutung des Unternehmensratings. Veränderungen entlang den Dimensionen Technologie, Nachfrage, Risiko und regulatorische Rahmenbedingungen führen zu einem neuen Ratingverständnis, das weit über die reine Bonitätsbeurteilung hinausführt. So können stabile Verhältnisse bei Kunden und Lieferanten zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. Unternehmen prüfen deshalb zunehmend ihre Partner auf deren Solidität. Unser Ratingmodell besteht aus den Bausteinen Informationsinput, Ratingkriterien, Gewichtungsfaktoren, dem Regelset zur Verknüpfung der Kriterien und Elementen zur Ermittlung von Ausfallwahrscheinlichkeiten.
Das Ergebnis unternehmerischen Handelns ist die Schaffung von Werten. Der Wertschöpfung kommt im Wettbewerb um Kapital eine entscheidende Bedeutung zu. Wie aber kann die Wertschöpfung gemessen werden? Maßgebend sind zukünftige Geldflüsse. Jede Investition ist Spekulation. Dabei lehrt die Ökonomie das Denken in Alternativen.
Was zählt ist nicht, ob ein Geschäft gut ist, sondern ob es besser ist als ein anderes. Vorzugsweise investiert man sein Geld in Unternehmen mit langfristig vorhersehbarem cash-flow. Diesem Gedanken folgt das Modell der Bewertung nach abgezinsten Zahlungsflüssen als investitionstheoretischer Ansatz: Der Unternehmenswert ergibt sich aus dem Vergleich der künftigen Ertragskraft des Unternehmens mit einer Alternativanlage.
Durch moderne EDV- und Controllinginstrumente ist eine Flut an Informationen zugänglich. Der Entscheider im Management wird mit Daten überfrachtet und kann diese so nicht mehr in entscheidungsrelevantes Wissen überführen. Dies erfordert eine optimale Aufbereitung und Darstellung wichtiger Informationen aus dem Unternehmen selbst. Eine Kennzahl ist eine Zahl mit Aussagekraft. Kennzahlen dienen zur komprimierten Darstellung komplexer Zusammenhänge.
Sie müssen betriebliche Informationen verständlich aufbereiten und diese für weiterführende Analysen und Entscheidungen zur Verfügung stellen. Stärken und Schwächen eines Unternehmens sind anhand betriebswirtschaftlicher Kennzahlen darstellbar. Sie geben Auskunft über die momentane Situation und die mögliche Entwicklung von Unternehmen.
Kaufentscheidungen sind immer auch Wertentscheidungen. Das gilt in besonderem Maße für Käufe/Verkäufe von Unternehmen. Due Diligence bezeichnet die „gebotene Sorgfalt“, mit der beim Kauf bzw. Verkauf von Unternehmen das Objekt im Vorfeld der Akquisition geprüft wird. Analysiert werden Stärken und Schwächen des Objekts sowie die Risiken des Kaufs.
Gegenstand des Blickwinkels sind Bilanzen, personelle und sachliche Ressourcen, die strategische Positionierung, rechtliche und finanzielle Risiken. Vollkommene Information kann es dabei nicht geben, aber: es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird. Das größte Risiko laufen Menschen, die nie das kleinste Risiko eingehen wollen.
Das Ziel soll den Menschen führen, nicht der Vorgesetzte. Im Geschäftsplan werden die Ziele eines Unternehmens festgelegt. Er muss möglichst präzise und schriftlich fixiert sein, ist notwendige Bedingung für die spätere Leistungsbeurteilung und ist das Instrument, um die Konzentration in Unternehmen auf das Wesentliche zu lenken. Schwer quantifizierbare Ziele wie Qualität, Kundennutzen oder Kundenzufriedenheit sind dabei oftmals die wichtigsten.
Ziele festzulegen ist keine Kunst, solange man nicht darüber nachzudenken braucht, wie und womit man sie erreichen kann. Wichtig sind deshalb immer auch die für die Zielerreichung benötigten Ressourcen: Man muss Geld ausgeben, wenn man welches verdienen will.